
* 13. November 1912
† 29. Januar 1996
1946 war der damalige Kaplan Hermann-Josef Hieronymi maßgeblicher Mitinitiator der Gründung der Heimstatt e.V. Bonn.
Er wurde in Köln geboren und begann 1933 mit dem Theologiestudium in Bonn. Als Student betreute er das kommunistische Barackenlager im Bonner Norden, genannt Lindenhof, 1939 wurde er zum Priester geweiht und kam nach einigen Jahren in Freiburg 1945 nach Bonn. Zunächst in der Pfarrgemeinde St. Joseph in Bonn-Nord tätig, wurde er 1946 Kaplan in St. Sebastian in Bonn-Poppelsdorf. Seine Mutter klagte, dass er die mühsam erhaltene Wäsche und Schuhe einfach verschenkte. Sein Idealismus und sein Opfermut besonders für die Jugend machten ihn zum Wegbereiter für die Verwirklichung der Unterbringung von "herumstreunenden" Jugendlichen in der Heimstatt kurz nach dem Krieg.
Sein Engagement wirkte aber nicht allein für die Heimstatt. In beachtlichem Ausmaße gründete er Jugendgruppen in seiner Pfarrgemeinde, übernahm den Vorsitz im neu belebten Bonner Jugendring und initiierte zahlreiche Ferienfreizeiten für Bonn Kinder und Jugendliche sowie auch für 1700 Berliner Jugendliche hier in Bonn.
1951 wurde er als Kaplan in die Pfarrgemeinde nach Köln-Bickendorf versetzt.
Von 1952 an gründete er mehrere Schullandheime und Seniorenwohnungen. Er war ebenfalls Mitbegründer des deutschen Zweiges der Internationalen Emmausbewegung, die sich unter anderem mit Kleidersammlungen für sozial Bedürftige einsetzte. 1974 wurde er nach Engelskirchen versetzt. Hier war er an der Errichtung des St. Joseph-Krankenhauses beteiligt. Später, "im Ruhestand" kehrte er in seine Pfarrei nach Köln-Bickendorf zurück und bleib weiterhin sozial engagiert.
Sein Motto war: "Mein Platz ist da, wo die Leute sind". Dies war an den verschiedenen Orten seines Wirkens immer spürbar.


